**Radio Irrtum! 2026/05 – Ein Kessel Buntes!**


Sooo, weiter geht‘s mit ähhh… [raschel]… Indie Royal… uhhh… [raschel]… quatsch, FALSCH!! Kommando zurück – jetzt kommt ja das hier:

[Irrtum Intro]

Na denn: Herzlich Willkommen liebe Hörer:innen zu einer knappen Stunde Radio Irrtum! Mein Name ist Herr Irrtum! Und im Folgenden gibt es hier einen Kessel Buntes aus brandneuer, verdammt guter undergroundigen Musik aus verschiedensten Genres von eher unbekannten Künstler:innen.   
  
Genaueres dazu nach dem ersten für den Einstieg eher sanften Titel und der kommt AUUUUS Berlin, wir hören ↓↓↓

**Moses Yoofee Trio (feat. Mulay): NOTHING TO LOSE | CHASING LIGHT [A]**

↑↑↑   
Das Album ist noch nicht raus – das kriegt Ihr frühstens am 29. Mai. Aber das Lied hier, das gibts quasi als Teaser jetzt schon. Man kann übrigens nicht behaupten, dass das Moses Yoofee Trio ein unbekanntes Projekt ist, im Gegenteil, in bestimmten Kreisen werden die gefeiert:   
Die haben nämlich z.B. den deutschen Jazzpreis 2024 als Liveact des Jahres erhalten – und eben als Liveact solltet Ihr Euch solche großartigen Musikanten wie eben Moses Yoofee Vester an den Tasten, Noah Fürbringer am Schlagzeug und Roman Klobe-Barangă am Bass… solche Musiker solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen und insofern ausgesprochen praktisch, dass sie hier in Berlin am 29.5. im Festsaal Kreuzberg spielen.   
Und weil ich weiß, das diese Sendung hier auch weltweit ihr Publikum hat: Listen ya all, That Moses Yoofee Trio is playing live in London at the Cross The Tracks Festival together with fascinating Acts like Little Simz… on May the 24th – don‘t miss it if you have the chance.   
Ja die spielen auch auf dem „Cross the Tracks“ Festival in London und besser könnte dieses Motto gar nicht passen für die Band, gelingt es ihnen doch, eine Brücke zwischen Popmusik und anspruchsvollem Jazz galant zu schlagen.  
Warum der Gesang dermaßen seltsam verwaschen und verglitched klingt, entschließt sich mir derweil nicht – damit handeln sie sich völlig ungerechtfertigt den Vorwurf der Nutzung von AI ein, dabei ist das eine total echte Sängerin, die wir hörten: Mulay eben, die seit anfang der 20er gefeierte Berlioner RnB-und Neosoul Sängerin.

Und damit sind wir mitten drin in

[Tellerrand]

Mein Name ist Herr Irrtum! Und im Weiteren Verlauf der Sendung gibt es hier noch:

  - (neojazz)
  - Bonkwave
  - Schleppende Triphoppy Underground Beats
  - Neo Cut Up Turntablelism oder schlicht Plunder Phonics auuus Berlin
  - innovative Bristol Bass
  - dark EBM Techno
  - IDM Glitch Beats auuus Leipzig
  - mehr IDM aus dem Bonkwave Umfeld
  - Musique Concrete basierend auf Aufnahmen von Tierknochenflöten
  - Eine heftige Punk-Sektion gibt es, mit Punk Sub-Genres deren Namen ich um diese Uhrzeit gar nicht auszusprechen wage
  - und zum versöhnlichen Abschluss: Improvisierten Posaunenjazz

Ja wirklich! Aber das genügt ja alles nicht, darum gibt es auch noch was im Hintergrund, während ich rede. Und das ist feinstes Beatmakerzeugs aus dem Jahr 2016, was aber jetzt noch mal REreleast wird – die Rede ist von der wegweisenden EP „Sparks“ von Chrome Sparks… und ok – für ein paar Sekunden hören wir da jetzt mal rein:  
  
 - **Chrome Sparks - Sparks EP**

Aber erstmal gehts weiter mit einem Stück aus der herrlichen Bonkwave-Bewegung aus dem Fediverse: Hier kommt ↓↓↓

**taconi: Abstrações contraintuitivas | The Four Seasons of Bonk Wave: Autumn Waves 1 [VA] [CC]  **

↑↑↑ Und nicht nur kommt das aus dem freien Netzwerk Fediverse – alle Tracks dieses Albums sind auch frei – sie stehen unter der Creative Commons License

[creative commons]  
  
– so auch der eben gehörte Track von Taconi. Leider kann ich Euch fast NICHTS über ihn sagen – Taconi ist nämlich leider spurlos aus dem Fediverse verschwunden, kurz vor dem Release dieser Compilation. Es gibt ein Computer-Code-Repository von ihm auf Codeberg – und aus der dort hauptsächlich verwendeten Sprache schließe ich, dass er aus Brasilien kommt – kann natürlich auch Portugal sein.  
Über die Compilation „The Four Seasons of Bonk Wave: Autumn Waves 1“ kann ich Euch wesentlich mehr erzählen: Unter diesem Label „Bonkwave“ treffen sich Musiker:innen, hauptsächlich aus dem freien sozialen Netzwerk Fediverse, und stellen ihre Musikstücke gewöhnlich unter einer freien Lizenz zur Verfügung. Das Genre spielt dabei keine Rolle, oft ist es aber irgendwie elektronsich. Ziel ist es, die Sicht- btw. Hörbarkeit von Musiker:innen, die gewöhnlich in ihren Heimstudios hinwerkeln, zu erhöhen.

Jetzt im April sind gleich 3 dieser Bonkware-Compilations erschienen – dermaßen Zuspruch hat diese internationale Bewegung mittlerweile, und sie sind allesamt sehr zu empfehlen – wir werden später in der Sendung noch was von diesen Compilations spielen… von denen Ihr übrigens NICHTS auf [spotify] finden könnt.

[WAS]

Aber erstmal gibts Musik aus Schweden, hier ist

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**El Huervo: Lindao-ra | Lindao-ra [E]**

Musik so dicht und warm wie ein Jungle – trotz massivem Bitcrusher-Einsatz… das war: ↑↑↑**

Der kommt aus Schweden, ist eigentlich Maler, der so richtig mit fetten leuchtenden Ölfarben auf Leinwand arbeitet – aber er ist eben auch als Musiker aktiv und als solcher ist er mir 2012 aufgefallen, da ist er nämlich maßgeblich am Soundtrack des abstrus gewalttätigen Computerspiels Hotline Miami beteiligt gewesen, und das hat mir so gut gefallen damals, dass ich das Spiel allein schon wegen dieser Musik gern gespielt habe. Das war dann auch sein internationaler Durchbruch als Musiker und nach wie vor finde ich seine Musik ausgesprochen einzigartig und faszinierend.

[knabbering]

Als nächstes kommen wir wieder zu Musik aus Berlin; von einem völlig zu Unrecht absolut unbekannten Menschen:

Hier ist

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**Six Umbrellas: That Easy | Back To Work [A] [CC]**

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… und ich freue mich, dass dieses Album unter folgender freien Lizenz veröffentlicht wurde: [Commons] . Six Umbrellas, das ist im Grunde nur einer; nämlich Thomas Bartz aus Berlin. Sein Album, das 8. inzwischen (!),  handelt, wie er auf seiner Homepage „SixUmbrellas.de“ schreibt, von Arbeit, bzw. dem „Käfig des Kapitalismus“. Wir hörten den letzten Track des 9 Titel umfassenden Albums und der fällt ein bisschen aus dem Konzept, denn eigentlich wollte Thomas Bartz – also Six Umbrellas – gern Plunder Phonix machen, aber kann sich das juristisch erzwungene Sample-Clearing nicht leisten. Da würde ich ja von Musiker zu Musiker sagen: Einfach machen! Wenn es soweit kommt, dass man verklagt wird, ist man so berühmt, dass es sich auf jeden Fall gelohnt haben muss!  
Stilistisch hat mich der ebengehörte Track „That Easy“ total an den Beatmaker der Beastie Boys erinnert – an Mixmaster Mike bzw. Mike D. Nämlich an dieses Stück von Ihm aus dem Jahr 2000 aus seinem Album „Eye of The Cyklops“ aus dem Jahr 2000, nämlich „Bermuda Tri-Axl“. Und das klingt so:

**Bermuda Tri-Axl**

Verrückt oder? Ist natürlich nicht das Gleiche, aber eine gewisse Ähnlichkeit, die über die pure Genre-Definition hinaus geht,  ist nicht von der Hand zu weisen. Ich bin mir dabei ziemlich sicher, dass Six Umbrella das hier nicht als Vorbild hatte, und mit hoher Sicherheit nicht mal kennt – manchmal ist man nämlich als Musiker einfach im gleichen Vibe unterwegs und dann passiert sowas – völlig unabhängig von Zeit und Raum. 

Btw: Weder das Stück von Mix Master Mike noch das Stück von Six Umbrellas findet Ihr auf [Spotify]

So – Zeit, das Genre zu wechseln, jetzt kommt

[Bass]

Und zwar

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**HIJINX: FWD | Held In Transmission [E]**

↑↑↑ Find ich ausgesprochen cool wie HIJINX in diesem Track FWD (FWD geschrieben) UK Garage und 140er Bass mit dieser Cut Up Ästhetik verbindet . Beinahe hätte ich mich jetzt negativ zum Rest der EP geäußert, aber zum Glück hab ich vor der Sendung noch mal reingehört. SO ein Track ist dann nicht mehr drauf, aber es bleibt durchaus interessant. Der prominente Producer aus Bristol, der auch mit Leuten wie Alix Perez von den Shades zu tun hat, experimentiert da auch mal mit afrikanesken Rhythmusstrukturen, nähert sich Burial an oder kommt auch mal in Pop-Gefielde. Also definitiv kein Fehlgriff, diese EP von  HIJINX.

Was in dieser Sendung hier kaum gespielt wird, ist EBM – aber gute Ausnahmen darf es immer geben. Hier ist.

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**GLYF: Department Of Injustice | Unbalance Of Nature [E]**

[Alex Jingle]

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Und das Ganze kommt vom Body Musick Label aus Kolumbien, ja wirklich, aus Kolumbien – die haben zwar viele US-Leute gesigned, aber das hat denoch nichts mit dem - gleichnamigen - Label aus Chicago zu tun. Jedenfalls - dieses kolumbianische Body Musick Label (nur echt mit ck hinten) kommt immer wieder mit interessanten rauen EBM Varianten um die Ecke, die wesentlich interessanter und grooviger sind als das m.E. immergleiche Gestampfe von Front 242, Frontline Assembly oder KMFDM – was ich -persönlich- echt alles nicht mehr hören will. Bei vielen Bands auf dem Label ist unklar, wer dahinter steht und das gerade gehörte Projekt GLYF ist auch sehr mysteriös. Ich hab aber immerhin folgendes rausgefunden: GLYF ist eins von vielen Pseudonymen von... Filmmaker. Hinter Filmmaker verbirgt sich ein gewisser Faunes Efe – und das wiederum ist der CHEF von Body Music. Ein Heimspiel somit also :) - aber wisst Ihr, wo Ihr das nicht finden könnt? Auf [Spotify]!

Und damit sind wir schon wieder über die Hälfte raus von

[Tellerrand]

Mein Name ist immer noch Herr Irrtum!  und in der zweiten Hälte kommen auf Euch zu:

  - IDM Glitch Beats auuus Leipzig
  - mehr IDM aus dem Bonkwave Umfeld
  - Musique Concrete basierend auf Aufnahmen von Tierknochenflöten
  - Eine heftige Punk-Sektion gibt es, mit Punk Sub-Genres deren Namen ich um diese Uhrzeit gar nicht auszusprechen wage 
  - und zum versöhnlichen Abschluss: Improvisierten Posaunenjazz

Tatsache. Aber erstmal ziehen wir mal quer rüber von Columbien nach Leipzig. Hier ist

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**[Notsch]: buffer underrun  | machines that dream in sine [A] [CC]**

Unglaublich intensiv, hab ich tatsächlich nicht erwartet, als ich das Album aus dem das stammt zum ersten Mal anhörte – das war ↑↑↑

Das ganze steht im übrigen unter der freien Creative Commons Lizenz [Commons] – was mich ausgesprochen freut. Musik will einfach frei sein dürfen. Und insfern habt Ihr da auf [Spotify] keine Chance.   
Angesichts der famosen Qualität dieses Tracks von Notsch mag es die ein oder den anderen vielleicht überraschen, dass sich dahinter ein Sport- und Chemielehrer aus Leipzig verbirgt.

Der produziert das alles mit echter Hardware, DAW-less sozusagen – mit Elektron Digitone 2, Syntakt, Oktatrack und so weiter. Sag ich, falls hier Anhänger:innen von Gearporn zuhören. Und für mich angesichts der sehr elektronischen Klänge für mich persönlich noch überraschender: [Notsch] ist Teil von HerT.Z . Und das sind absolute Legenden, die aus den Überresten von Wutanfall hervorgegangen sind.

Wer ist denn nun schon wieder Wutanfall? Da verweise ich auf meine Sendung über den DDR Untergrund vom November 2023 die Ihr auf meiner Webpage elektrische-lasagne.de im Radioarchiv findet. Da ist zwar Wutanfall nicht vertreten, aber L‘attentat, die sich mehr oder weniger aus Wutanfall-Mitgliedern rekrutierten. Das sind, ich sage es nochmal, absolute Legenden des DDR-Underground und dass die über HerT.Z immer noch aktiv sind und der eben gehörte [Notsch] da mitmacht – das freut mich als jemand, der aus diesem östlichen Land kommt und damals ein ganz kleines bisschen in der Scene mitgemischt hat, außerordnetlich.  

Das war ja eben schon ziemlich glitchig und IDM-isch (darf man das so sagen?)

[idm]

 – da geht noch mehr. Hier ist aus dem Bonkwave Umfeld

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**Samantha J. Smith: The Ghosts of Mars (4-7:25) | The Four Seasons of Bonk Wave: Autumn Waves 2 [VA] [CC mostly]**

Das konnten wir leider nur in einem Ausschnitt spielen, weil das Stück über 9 min läuft – die Zeit haben wir leider nicht ganz – das war ↑↑↑ . Während auch dieses zweite Album aus der Reihe von Bankwave-Compilationen, die in diesem April erschienen sind größtenteils unter Creative Commons steht – dieses Stück ist es nicht, darf auf Bandcamp zum Beispiel gern bezahlt – aber auf der Bonkwave Seite auch frei bezogen werden. Auf [Spotify] findet Ihr es sowieso nicht. Samantha J. Smith stammt aus dem arktischen Schweden und hat einen wirklich hohen kreativen Output – inzwischen hat sie mit „Madness“ schon wieder eine neue EP gedropped. Ihre Arbeiten sind in der Regel komplett live aufgenommen, es gibt nicht mal Overdubs. Beim gehörten Track The Ghosts of Mars hat sie sich dabei diese unterirdischen Kanäle des Planeten vorgestellt und sich ausgemalt wie ein alchemistisches Glucksen in den Tiefen dieses Systems wiederhallen und dessen Gestalt offenbaren könnte.

[knabber]

Das folgende Stück klingt überhaupt nicht elektronisch, ist es aber in gewisser Weise doch, und dann aber auch nicht. Es basiert auf den Aufnahmen von Tierknochenflöten und touchiert in diesem Sinne auch den Bereich der sogenannten „Early Music“. Hier ist wieder ein Excerpt, hier ist...

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**Lea Bertucci: The Days Pass Quickly… (Excerpt) | The Days Pass Quickly Immersed in the Shadow of Eternity [A]**

↑↑↑

Ein Album, was es derzeit nicht auf [Spotify] gibt. Das komplette Stück läuft übrigens weit über eine halbe Stunde. Lea Bertucci ist eine in New York ansässige Experimentalmusikerin, Komponistin und Performerin, von der gesagt wird, dass ihre Arbeit die Beziehungen zwischen akustischen Phänomenen und biologischer Resonanz erforscht. Ja in der Tat. Auf die Idee, musikalische Phrasen mit Flöten aufzunehmen, die aus Lamm- oder Schwanenknochen bestehen, muss man auch erstmal kommen. Diese Phrasen hat Lea Bertucci dann gemäß der Lehren der Musique Concrete arangiert, geschichtet und verfremdet – und ich finde, das Ergebnis kann sich hören lassen, sofern Ihr Euch auf die etwas schrillen Flötentöne einstellen könnt… Lea Bertucci also.  
  
Und jetzt hat hier ein verärgerter Hörer angerufen, der offenbar die Nase gestrichen voll hat von all dem experimentellen Zeugs jetzt – das tut mir sehr leid. Aber wir lassen ihn einmal selbst mit seinem Musikwunsch zu Wort kommen, bitteschön.

[Dieter]

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**BUSSY KWEEN POWER TRIP: On the List | COMING WITH THE STRAP [A]**

Oh ja, das war ↑↑↑ - der Bandname Bussy Kween Power Trip ist dabei orthographisch ziemlich falsch geschrieben – durchaus lustig, wie es dann phonetisch doch funktioniert. Die kommen aus Chicago und obschon dies ihr Debüt-Album ist sind sie da schon seit 6 Jahren zugange. Sie bezeichnen sich als eine Mischung aus Black queer punks, Musiker:innen, und Bösewichtern die eine Rechnung mit der derzeitigen politischen Situation in den USA offen haben. Wo auch immer sie auftauchen, empfehlen sie, ein zweites Paar Unterhosen zur Hand zu haben – sicher is sicher.

Und bei der folgenden Band ist das mit den Unterhosen auch sehr zu empfehlen, die machen nämlich – und ich weiß gar nicht, ob ich das zu dieser Uhrzeit schon sagen darf… ähh… na… ich beepe es einfach aus. Man spricht von vorauseilendem Gehorsam, wa? Die machen also Fxck Punk und nennen sich

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**SKINTERN: FLOORBOARDS | FREE USE [A] [NYP]**

↑↑↑

Und Free Use ist wörtlich zu nehmen, auf Bandcamp gilt: Name Your Price und [Spotify], nein, die müsst Ihr auch nicht bezahlen, da gibt es das Album nämlich nicht. Das mit dem Fxck Punk, das ist hier wirklich Programm, auf eine recht rabiate heftige Art und Weise. Ich verstehe ja auch, dass der Frühling die Zeit der – nunja – die Zeit der Kopulationen ist. Aber passt bitte auf, dass Ihr nicht mit einem Lustmörder oder eine Lustmörderin zusammenkommt, es wäre sicherlich schade um Euch. Die Sängerin von Skintern aus London beschreibt in diesem Song, wie sie ihren Liebhaber beim Liebesspiel kurzerhand erdrosselt, weil es sie nervt, dass er so perfekt aussieht. SO SCHNELL KANN ES GEHEN!! Die Live Shows von Skintern müssen auch nichts für schwache Nerven sein, die schneiden sich gegenseitig ins Fleisch und überall spritzt dann Blut – aber, um Euch ein bisschen zu beruhigen; Kunstblut. Es ist am Ende alles nur Show.

Gut, das alles beeindruckt mich mitnichten – mir geht es um die Musik, und die ist mit diesem gewissen Early Swans Vibe richtig gut, besser als vieles, was ich letztens so aus der Punk Ecke gehört habe. Und wir bleiben beim

[Punk]

ja – aber nicht ganz so heftig jetzt, mehr so Eggpunk mäßig: Hier kommt ein richtiger Ohrwurm, hier sind

↓↓↓

**Shrudd: Hammerman | Hammerman / Autovisit [S]**

↑↑↑

Die kommen aus Kentucky und sorgen bereits seit 2018 für Furore und bestechen mit unter der Lärmdecke verborgenen ausgesprochen ausgeklügelten Songstrukturen, die dann wie hier, in regelrechte Ohrwürmer ausarten.


Aber das hilft jetzt alles nichts - wir sind damit am Ende von

[OMG]
So ist das leider. Mein Name ist Herr Irrtum! und Ihr findet mich, die Playlist und das Manuskript zu dieser Sendung im freien Netzwerk Fediverse unter…

@herr_irrtum@s.basspistol.org
  
Nur ein Lied bleibt uns noch zum Ende, damit wir wieder runter kommen hier… zum durchatmen etwas improvisierter Posaunenjazz – richtig gut gemacht von Kalia Vandever aus New York, die eine der wenigen Größen im Jazzbereich ist, die es versteht, ein beindruckendes Spektrum von Nuancen aus einer Posaune heraus zu holen. Wir hören sie nun -. zum Abschluss – mit Hubbard Road -.einem Stück aus ihrem neuen Album „Mana“. Mir bleibt, Euch einen schönen Abend zu wünschen. Machts gut und gehabt Euch wohl, bis zum nächsten Mal, Euer Herr Irrtum! Und jetzt viel Spaß mit Kalia Vandever.

**Kalia Vandever: Hubbard Road | Mana [A]**

