# Radio Irrtum 2024/02 - Blocküren von Tieren

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Damit können wir endlich abfahren mit der Sendung "Radio Irrtum!". Mein
Name ist Herr Irrtum! Und all das spielt auf den lustvoll schwingenden
Frequenzen von Alex Berlin auf 91 NULL bzw. DAB+ auf K7D und natürlich
im international Stream. Gleich kommt der erste Track und dann werde ich
Euch auch verraten, was noch alles in dieser Sendung zu hören sein wird
-- entsprechend starten wir zunächst mal mit dieser exzellenten
Dance-Marcabre Pop Nummer...

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**01. Feyleux: Lunaria Swirls / Exposé (EP)**

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↑↑↑... Feyleux, Das sind *keine* Französinnen, nein das sind zwei Damen
aus North Carolina in den USA, nämlich Lorelei und Erica, die erst seit
August 2023 zusammen auftreten und regelrecht euphorische Rezensionen
für diese Auftritte erhalten haben, aber erst JETZT, genau genommen seit
dem 25. Januar diesen Jahres, gibt es auch etwas von ihnen zu hören --
aber das Warten hat sich ja ganz offensichtlich gelohnt.

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Hoffentlich auch das Warten auf diese Sendung hier:

\[Tellerrand\]

Mein Name ist Herr Irrtum! und wir schauen an der Stelle einmal, was uns
in dieser Sendung noch so erwarten wird:

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-   Soul'n Jazzy beatmaker stuff

-   ultra Bastard Pop

-   Die exklusive Version eines Songs, die es in dieser Form, weltweit,
    nur auf Radio Irrtum zu hören gibt!

-   Acid als wäre es 1908

-   dark Bass

-   industriphemale noize

-   black doom metal

-   phemale punk

-   neue Geniale Dilletanten-Musik

-   the best german underground Superband project ever

-   Chilly cassette Low Fidelity

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Und reicht uns das? Nein, natürlich nicht, und darum gibt es im
Background noch Tracks aus dem aktuellen Beatmaker-Album von Jinsang aus
Kalifornien, was da heißt "it\'s all over". Und da hören wir mal einen
Moment rein...

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... Um dann auch in diesem Genre zu bleiben, das ganze aber ordentlich
mit Sould und sogar einem Hauch von Jazz und Fusion anreichern: Hier
sind ↓↓↓

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**02. Soul Supreme: Taking the Stand / Taking the Stand (Thes One remix)
Feat. Damu the Fudgemunk (EP)**

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↑↑↑ - Dieser EP-Titel ist ein wenig verwirrend, weil wir eben gerade
weder den Remix noch das Feature gehört haben, nämlich das Original für
diese erst noch erscheindenden Versionen - diese EP wird nämlich erst am
16. März herauskommen. Soul Supreme aus Amsterdam (nicht den aus
Schweden), den hatten wir schon mal hier im Programm vor einem knappen
Jahr, und er ist immer noch so gut wie eh und je. Der arbeitet, anders
als praktisch ALLE in diesem Genre, eben NICHT mit Samples von alten
70er-Schallplatten, sondern da wird alles von Hand aufgenommen.
Entsprechend werden auf dieser EP Instrumente wie Alt- und Tenor
Saxophon, Bass, Cello, Clavinet, Electric Piano, Drums, Gitarre,
Trombone, Trompete, Violin und Bratsche ausschließlich von *Menschen*
gespielt - und all das im Studio hinterher noch ein bisschen auf
70er-Sound-Ästhetik herunter gebrochen... Dennoch muss ich anmerken,
dass mir der Drumbeat, doch sehr bekannt vorkommt. Den hab ich schon mal
auf Portisheads Track Sour Times gehört und die wiederum haben es von
der 1971er Single "Singe Smokey Brooks" von "Spin It Jig" gesamplet.
Hört Euch mal den Anfang von ebendieser Single an und dann den von Soul
Supreme... Ihr merkt nur, dass die Snare anders klingt. Gespielt wird
fast das Selbe! Solche Tricks!

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Aber Moment mal, was ist denn eigentlich heute? Ist nicht heute...

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\[Saturday\]

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Aber genau - und damit wird es Zeit für ordentlich Tanzmusik,
genaugenommen den heftigsten Bastard-Pop-Track, den ich seit langem
gehört: Hier ist ↓↓↓

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**03. camoufly: The Power of Bhangra / The Power of Bhangra - Baianá VIP
(Remixes)**

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\[Alex Berlin\]

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Vor der Station-ID das war ↑↑↑ Na, habt Ihr gemerkt was hier alles drin
war? Na klar, da war Snap drin mit dem 1990er "The Power" als auch
Punjabi Mc - mit seinen Bhangra Beats aus seinem 1998er Release "Mundian
To Bach Ke", was erst erst 2003 herum so richtig erfolgreich war. Genau
in diesem Jahr wiederum war Bastard Pop - also illegale Meshups von
mehreren verschiedenen Songs - so richtig groß geworden und die
alternden Snap hatten sich dann offiziell eins dieser Stücke angeeignet,
nämlich einen Track des DJs Mot**i**vo , der sonst möglicherweise (ich
weiß es in diesem konkreten Fall nicht genau), verklagt worden wäre
wegen Copyright-Verletzung. So wurde das jedenfalls damals gemacht: Wenn
die Bastard-Pop-Artists von den Rechteinhabern identifiziert wurden,
wurden sie entweder verklagt oder sie haben ein Angebot bekommen. Das
klappte natürlich nur dann, wenn die jeweilige Plattenfirma die Rechte
an allen verwendeten Tracks hatte. Jedenfalls gab es diesen Mashup "The
Power of Bhangra" schon 2003 - allerdings war da noch dieser Möchtegern
Rap von Snap in voller Länge drin. Camoufly hat sich nun jetzt, 2024,
dankenswerter Weise dieses Problems angenommen und nochmal eigene bassy
Beats dazu gelegt.

Und jetzt, liebe Hörer:innen kommen wir zu einer Premiere in Radio
Irrtum!. Das folgende Stück gibt es zwar schon auf Soundcloud. Aber
nicht in dieser Version. Diese Version hat der Künstler Exklusiv für
Radio Irrtum! angefertigt. Ich hab noch nicht mal ein Jingle für sowas,
ich muss da mal eben improvisieren: \[Radio IRRTUM! EXCLUSIVE IVe ive
ive ive... \] ;)\
Hier ist also - weltexklusiv auf Radio Irrtum! - ↓↓↓

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**04. Xylander: Left Turn / Radio Irrtum! exclusive (Thanks you,
Xylander!)**

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↑↑↑ Xylander hat diesen Track im Rahmen einer Challenge kreiert, die
ganz schön in die Knochen geht: Der Jamuray Challenge, wo die Idee ist,
das Musiker:innen JEDEN TAG, den ganzen Januar durch, ein neues Lied,
was es vorher noch nicht gegeben hat, aufzunehmen. Und Xylander aus
Derby in den UK hat das durchgezogen, bis zum letzten Tag und dieser
Track hier ist von eben diesem letzten Tag. Und als ich Xylander, der
sich vor allem von den 90er Releases des legendären Warp Labels
beinflusst sieht, als ich Xylander im Fediverse gesagt habe, dass ich
gedenke, diesen Track hier zu spielen, meinte er sinngemäß: Warte mal ne
Stunde, ich mach den für Dich noch bisschen schicker. Und Tatsache,
kurze Zeit später kam eine rundum aufpolierte Version bei mir an, die
noch mal extra Samples, extra Filterfahrten und sogar extra Synthispuren
enthält. Und genau die durftet ihr gerade exklusiv hier auf dem Sender
hören 🙂

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Was würdet Ihr eigentlich tun, wenn Ihr ein Stück um ein Sample aus
dieser Shellac-Platte bauen müsstet...

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\[Haydn Quartet ft. Ada_Jones: Always Me (78RPM Shellac, 1908)\]

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Jaha, das war das Projekt ↑↑↑ . Also, was tun damit? Also ich wäre
ratlos und würde damit direkt Richtung Papierkorb gehen. Nicht so Lime
Bar aus Indianapolis - der hat seine knarzende 303 rausgeholt und wie
folgt losgelegt

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**05. Lime Bar: Fallaway / Airfield (EP)**

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↑↑↑ - Mein lieber Schwan, was war denn hier los? Das ist übrigens AUCH
ein Track aus dieser Jamuary Challange, an der auch Xylander
teilgenommen hat. Ich hatte das Glück, mit Lime Bar sprechen zu können
und der sagte mir, dass dieser super knarzige 303 Sound aus einer
"Overcompression"-Einstellung herkommt, mit der er den gesamten Januar
experimentiert hat. Das hier war sein erster und wie er meint auch
bester Versuch damit. Overcompression, das bedeutet - der Name
"Compression" sagt es ja schon - dass der Sound verdichtet wird. Dreht
man das zu doll auf, dann wird ordentlich in die Charakteristik des
Sounds eingegriffen und das Ergebnis erinnert ein bisschen an
Distortion. Aber anders als Distortion werden hier keine neuen eher
unangenehmen harmonische Obertonfrequenzen hinzugefügt, sondern
größtenteils die vorhandenen hervorgehoben. Natürlich kommt es auch auf
den verwendeten Sound-Kompressor an: wenn dieser mit Röhrentechnik
arbeitet, dann kommen natürlich allein durch die Röhren harmonische
Obertöne mit rein, aber - ich meine, ihr wisst das ja alle sowieso
schon, wem erzähle ich das denn?

[Update von nach der Sendung. Ich glaube inzwischen, da hab ich Quatsch erzählt. Wenn man sich in diesem Track die komprimierte 303 anhört, sind da definitiv typische digitale Clipping-Artefakte sehr deutlich hörbar — ganz so einfach ist es dann also doch nicht, entschuldigt!]


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Wir werden jetzt ein ganzes Stück dunkler und tauchen in den Bassbereich
ein von ↓↓↓

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**06. ABLE: Uncertain / Waves 2 (Compilation)**

\[Alex Berlin\]

↑↑↑ Das ist eine Compilation von einem etablierten Drum n Bass DJ aus
London: Bassi heißt er, das ist übrigens auch der Gründer des Labels
"Flexout Audio" und der bringt immer wieder mal ausgesprochen
geschmackvolle Bass-Compilations raus und das hier ist ein Stück aus
seiner letzten solchen gewesen. Leider habe ich zu dem hier gehörten
Artist, "Able", gar nichts gefunden. Es gibt haufenweise Leute, die sich
"Able" nennen, ein Projekt sogar aus Wuppertal, und die machen Punk.
Aber ausgerechnet einen Able, der primär Bass macht, habe ich nicht
gefunden und von Bassi gibt es leider auch keine weitere Information
dazu, auf dem Flexout Label habe ich ihn auch nicht gefunden. Vielleicht
kommen ja noch mehr Sachen von ihm, das hier war jedenfalls der
Höhepunkt dieser Compilation!

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Wir sind bereits in der Mitte angelangt von

\[Tellerrand\]

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Mein Name ist Herr Irrtum! und ich halte noch Folgendes für Euch bereit
in dieser Sendung:

-   industriphemale noize

-   black doom metal

-   phemale punk

-   neue Geniale Dilletanten-Musik

-   Das beste deutsche Underground-Superband-Projekt, was es je gab

-   Chilly Kassetten- Low Fidelity

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Und jetzt, Ladies and Gentlemen:

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**07. Silver Sibylline: Human Humans / Women of Noise for Palestine
(Compilation)**

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↑↑↑ Eine der vielen Compilations, die sich der Solidarität mit den
Opfern des Israel-Palestina-Konflikts widmen - aber diese hier ist
besonders insofern, als dass man keinerlei männliche Künstler finden
wird und dass fast alle vertretenen Frauen eine große Freude am Kreieren
von lauten, teilweise auch bedrückenden oder gar verstörenden Klängen
haben. Silver Sibylline ist eine von ihnen. Sie operiert hauptsächlich
aus Brooklyn / New York heraus und ist normalerweise eher für stille
Klänge zu haben. Hier geht sie mal ordentlich aus sich raus; bin mir
nicht sicher, ob das vielleicht sogar eine Live-Aufnahme ist - steht
leider gar nichts weiter dazu.

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Und wies manchmal so ist - wir können noch viel viel düsterer werden -
hier sind↓↓↓

\[OMG!\]

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**08. Rotting Eternity: Cycle of Rot / Baltic Cycle (EP)**

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↑↑↑ . Wir hatten lange keinen vernünftigen Black Metal hier auf Radio
Irrtum! - das letzte Mal in der allerersten Sendung auf Alex Berlin im
August 2022, damals war das Nostalghia aus Mexiko mit diesem Stück
"Elegy", was dieses völlig Genre-untypische Saxophone Solo hatte. Wurde
mal wieder Zeit und ich bin froh, auf Rotting Eternity gestoßen zu sein,
zwei Menschen, die diese EP, ihre Debut-Ep, an der winterlichen Ostsee
aufgenommen haben (daher sicherlich auch der Name des Albums) und unter
der freien Creative Commons Lizenz zur Verfügung stellen. Vorher haben
sie schon 10 Jahre Erfahrungen in einer anderen Band gesammelt. Der
nunmehrige Bandname Rotting Eternity und auch der Name des Stücks an
sich -- "Cylce of Rot" -- kommen nicht von ungefähr: Die beiden
Musiker:Innen nehmen ganz bewusst Bezug darauf, dass nach dem Tod alles
verwest und es keinen Unterschied macht, was vor diesem Tod war.

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Und damit knipsen wir so langsam wieder das Licht an, der nächste Track
entstammt folgendem Genre

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\[Punk\]

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Und wie es der Zufall so will, hat sich diesen Track unser treuer Hörer
Dieter gewünscht und er sagt es Euch sogar selbst an:

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\[Dieter\]

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**09. Hot Pursuit: Hot Singles / HOT SINGLES! (Album)**

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\[Alex Berlin\]

Das war dann doch nicht Joe Cocker, ich bitte um Entschuldigung, aber
fast! Hot Pursuit aus Minneapolis waren das - eine ganz ganz neue Band
mit ihrem allerersten und einzigem Release; viel mehr kann man dazu noch
nicht sagen außer: Das ist richtig gutes Zeug.

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Richtig gutes Zeug einer ganz anderen Art - und fragt mich blos nicht,
welche Schublade das sein soll, machen ↓↓↓

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**10. Black Moth Super Rainbow: I Am the Alphabet / Start A People
(Album)**

en

↑↑↑ Dahinter verbirgt sich ein einzelner Herr aus Pittsburgh, namens
Thomas Fec - hier allerdings mit diversen Mitstreiter:innen, der unter
seinem anderen Pseudonym namens "Tobacco" noch entrücktere Musik macht -
ja wirklich - und das tut er schon seit den früher 2000ern. Black Moth
Super Rainbow sind dabei keine völlig Unbekannten - die haben niemand
Geringeres als die Nine Inch Nails auf ihrer 2018er Tour als Opener
supported - das habe ich jetzt bei der Recherche zu der Band
festgestellt, das war mir gar nicht klar. Und wenn Ihr sagt, Moment mal,
das hat ja mit Nine Inch Nails so viel zu tun wie ein Büchsenöffner mit
einer Mundharmonika - dann antworte ich Euch: Unterschätzt mir Trent
Reznor, den Mann hinter den 9"Nails nicht. Ich glaube der hat ein
verdammt gutes Gespür für gute ausgefallene Musik.

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Apropos ausgefallene Musik: Viel ausgefallener als das, was die Genialen
Dilletanten um Frieder Butzmann herum in West-Berlin Anfang der 80er
gemacht haben, geht es eigentlich nicht. Bekannte Protagonisten von
damals waren u.a. die Tödliche Doris. Und nach wie vor nicht
totzukriegen ist einer deren Köpfe, nämlich Wolfgang Müller - und der
hat kürzlich diversen seltsamen Künstler:Innen Originalaufnahmen der
Tödlichen Doris aus den frühen 80ern zukommen lassen und sinngemäß
gesagt: Hier macht mal! Egal was, macht einfach. Rausgekommen ist eine
Tödliche-Doris-Remix Compilation zu der ich Euch gleich noch mehr
erzähle; jetzt hören wir daraus erstmal: ↓↓↓

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**11. Nika Son: Am Abbau der Welt - Die Tödliche Doris im Bausatz (Remix
Compilation)**

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↑↑↑ Gerade habe ich Euch ja schon einiges zur Tödlichen Doris erzählt -
jetzt vielleicht noch was zur Compilation selbst. Die heißt nicht nur
Bausatz, das **ist** ein Bausatz, man bekommt die Einzelbestandteile
einer Musikkassette und muss die sich selbst zusammenbauen, bevor man
sie hören kann. Ich hab ja schon viele originelle Ideen mit physischen
Medien gesehen, aber das ist das Coolste, was ich seit langem vor die
Augen bekam.

Nika Son, die wir gerade mit ihrer Doris-Material-Interpretation hörten,
ist in Hamburg aktiv, dort vor allem hat sie sich mit ihren Performances
in der Goldenen Pudel-Location einen Namen gemacht, die sie gern
gemeinsam mit anderen Klangkünstler:innen wie Next Time oder Felix Kubin
absolviert. Wenn Ihr mal in Hamburg seid, checkt das unbedingt mal aus!

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Als Nächstes das vielleicht unspektakulärste, musikalisch
unfaszinierendste Stück, was es je in Radio Irrtum! gegeben hat, und
verdammte Axt noch mal - ich spiele es trotzdem furchtbar gern: Warum,
sage ich Euch gleich nach dem Stück!

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Hier kommen jedenfalls ↓↓↓

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**12. Pisse (feat. B.B. Casa de Roca): Vetschau / Jammertal - Vetschau
(EP)**

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↑↑↑ Mir kommt das ja vor, als ob die Musiker:Innen hier überhaupt keine
Lust haben, das Stück aufzuführen und viel lieber auf der Couch
irgendwas auf der Gamekonsole spielen würden [Update von nach der Sendung: Ich bin dann an dieser Stelle in der Sendung vom Protokoll abgewichen und habe etwas anderes gesagt, nachdem ich fest gestellt habe, dass das Lied mit mehrmaligem Hören wächst]. Und wer ist überhaupt
dieser B.B. Casa de Roca? Wer soll das denn sein? Kommt der überhaupt
aaaaaaauuuuuuuuusss Berlin?! Vielleicht! Und, mal abgesehen von diesem
komischen B.B. - das ist der Hammer, wer an diesem Erzeugnis
mitgearbeitet hat: Nicht nur Pisse, sondern auch Bretzel Göring, der
verbleibende Teil von Stereo Total UND, jetzt kommts, JAN KUMMER (!!!),
ja Jan Kummer von der legendären Karl-Marx-Städter Formation AG GEIGE
hat am Cover mitgewirkt!! Was für eine Superband: AG Geige, Stereo
Total, Pisse und wenn man dann noch wüsste, wer dieser komische B.B.
ist, aber egal! Großartig, wer sich hier zusammen gefunden hat!

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Und damit sind wir am Ende von Radio Irrtum! angelangt, mein Name ist
Herr Irrtum! und ich möchte an der Stelle ENDLICH mal die Gelegenheit
nutzen, die beiden treuesten Hörer:innen dieser Sendung zu grüßen. Sie
haben noch nicht eine einzige Sendung verpasst, trotz Probleme mit
Bluetooth und Wlan, sie sind beide weit über 80 und rufen mich nach
jeder Sendung an, um spezifische Nachfragen zu spezifischen
Musikprojekten zu stellen! Sie sind auch bekannt als meine Eltern und
deshalb gestattet mir an dieser Stelle mal ein herzliches: Hallo Papa,
Hallo Mama! So! Und Ihr da draußen könnt natürlich auch mit mir
kommunizieren, am besten über das Fediverse und da bin ich
@[[herr_irrtum@s.basspistol.org]{.underline}](mailto:herr_irrtum@s.basspistol.org)
! Da findet Ihr dann auch im Nachgang die Playlist zu dieser Sendung und
das Manuskript. Sind wir jetzt endlich durch?

Nicht ganz, einen Track haben wir noch und der kommt von einer Französin
aus Lü Mon(g) (Le Mans ;) ), die all ihre Musik frei unter der Creative
Commons Lizenz zur Verfügung stellt und ansonsten Indie-Computerspiele
schreibt. Großartige Berufswahl, wenn Ihr mich fragt. Wir hören also ↓↓↓
. Passt auf Euch auf, machts gut bis zum nächsten Mal, Euer Herr Irrtum!

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**13. Loyalty Freak Music: Where I\'m High / CHILL FOR REAL! (Album)**

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